Um deine Unternehmensbotschaft an die Öffentlichkeit zu bringen, solltest du soziale Medien wie Facebook und Twitter nutzen, aber das allein genügt nicht. Wenn du eine Internetpräsenz aufbauen willst, die deine Organisation wirklich widerspiegelt, brauchst du zusätzlich eine ansprechende, leicht zu bedienende Website. Im Unterschied zu einer Social-Media-Seite hast du bei einer Website die volle Kontrolle über Gestaltung und Inhalte. Das verschafft deinem Unternehmen, deiner Organisation oder deiner persönlichen Marke mehr Glaubwürdigkeit. Facebook-Seiten sehen vom Aufbau her alle ähnlich aus, mit einer eigenen Website kannst du dagegen ein klares Markenimage entwickeln, Produkte verkaufen und Webdienste von Drittanbietern einbinden. Zum Glück ist es mit Website-Baukästen einfacher denn je, professionell wirkende Websites mit attraktivem Design zu erstellen.
Bekannte DIY-Webseitenerstellungsdienste wie Squarespace und Wix werden laufend überarbeitet und um neue Funktionen ergänzt. Die besten Website-Builder, die wir hier vorstellen, unterstützen dich beim Aufbau einer Online-Präsenz. Schau dir unsere Favoriten unten an und schreibe ein paar Zeilen in die Kommentare, wenn du deine Erfahrungen mit einem der Anbieter teilen möchtest (oder einen Dienst nennst, den du gut findest und der hier noch fehlt).
Warum du einen Website-Builder brauchst
Lass uns klären, warum du im Zeitalter der sozialen Medien trotzdem eine eigene Website brauchst. Du möchtest potenzielle Arbeitgeber eher nicht auf deine Facebook-Seite schicken, deshalb ist eine persönliche Website sinnvoller als ein reiner Online-Lebenslauf. Ein weiterer Punkt, den du sowohl privat als auch geschäftlich bedenken solltest, ist die enorme Gestaltungsfreiheit, die du beim Aufbau deiner eigenen Website hast. Du bestimmst komplett, welche Produkte und Dienstleistungen du anbietest und wie du sie präsentierst.
Außerdem wirkt ein Unternehmen mit einer richtigen, eigenen Website deutlich seriöser und vertrauenswürdiger als nur mit einer Facebook- oder Tumblr-Seite (auch wenn du diese Dienste natürlich zusätzlich als Teil deiner Online-Präsenz nutzen kannst). Eine Website ist in der Geschäftswelt im Grunde so wichtig wie eine Visitenkarte für dein Unternehmen.
Um eine eigene Website zu erstellen, brauchte man früher umfangreiche technische Kenntnisse, zum Beispiel zu Servern, HTML, FTP, Domain-Registrierung und Webhosting-Diensten. Heute nehmen dir Website-Baukästen einen Großteil dieser Hürden ab. Mit den hier vorgestellten Diensten kannst du mit sehr wenig Technik-Wissen eine gut gestaltete, mobilfreundliche Website aufbauen. Mit Kauflinks, Online-Shops und anderen Möglichkeiten zur Monetarisierung können sie sogar ein kleines Unternehmen oder Solo-Selbstständige in die Gewinnzone bringen.
Größere Firmen investieren oft viele Tausend Euro in individuell designte und programmierte Websites. Duda ist zwar weiterhin eine gute Option für einfache Nutzer/innen, richtet sich aber zunehmend an Teams und Agenturen, die eine teure Unternehmenssoftware als Dienstleistung benötigen. Kleinere Organisationen und Einzelpersonen müssen diese Ausgaben jedoch nicht stemmen. Für rund 10 Euro pro Monat (oder etwa 25 Euro, wenn du Produkte verkaufst) und ein paar Stunden deiner Zeit kannst du mit den hier genannten DIY-Diensten eine individuelle, auffällige Website erstellen.
Bei all diesen Diensten gestaltest du deine Seiten selbst, beginnend mit einer Vorlage, die du aus einer (hoffentlich) großen und gut sortierten Auswahl aussuchst. Die meisten setzen auf einfache Drag-and-Drop-Oberflächen, mit denen du Social-Share-Buttons, Fotogalerien, Blogs, Media-Player und andere Elemente einfügen kannst. Einige Website-Builder erlauben dir, den Zugriff mit einem Passwort zu beschränken und Mitgliedschaften anzubieten (siehe Tabelle).
Welche sind die besten kostenlosen Website-Baukästen?
Einige der hier genannten Website-Baukästen stellen auch kostenlose Versionen bereit. Wenn du dich dafür entscheidest, erscheint auf deiner Website allerdings das Branding des Anbieters, was deine Seite für erfahrene Nutzer und Käufer weniger professionell wirken lässt. Die Gratis-Angebote unterscheiden sich deutlich bei Speicherplatz, Bandbreite und Funktionsumfang, deshalb solltest du das Kleingedruckte lesen, um zu sehen, was du bei jedem Webhoster konkret bekommst. Strikingly, Weebly und Wix gehören zu den großzügigsten Anbietern mit kostenlosen Tarifen. Weitere Details findest du in der Übersicht der besten kostenlosen Website-Baukästen.
Registriere deine Domain
Bevor du mit dem Bau deines digitalen Hauses beginnst, brauchst du eine passende Adresse dafür. Bei den meisten Website-Buildern kannst du eine eigene Domain registrieren und erhältst zusätzlich eine Webadresse mit der Domain des Anbieters (z.B. IONOS.DE). Bei einigen Angeboten ist ein eigener Domainname im Preis enthalten, für den du dich in der Regel für ein Jahr bindest. Die Dienste ermöglichen dir auch, eine Domain zu verwenden, die du bei einem anderen Anbieter gekauft hast, dafür ist aber meist ein kostenpflichtiger Sitebuilder-Tarif nötig.

Website Design Tools
Bei allen hier aufgeführten Webdiensten wählst du zunächst eine Vorlage für deine Website aus. Die besseren Anbieter wie Gator und Wix setzen auf Templates, die deine Website automatisch für die Anzeige auf Smartphones und Tablets anpassen. Besonders Squarespace bietet viele praktische und optisch ansprechende Vorlagen. Diese Dienste stellen außerdem Templates bereit, die speziell auf den Zweck deiner Website zugeschnitten sind, zum Beispiel für die Vermarktung einer Bäckerei, die Buchung von Auftritten für Musiker oder die Information von Hochzeitsgästen.
Bei den meisten Site-Buildern kannst du Farbschema, Schriftarten und Seitenlayouts anpassen und zusätzliche Seiten hinzufügen. Ein guter Website-Builder stellt Untervorlagen für die gängigsten Seitentypen bereit, etwa Über uns, Blog, Kontakt, FAQ, Galerien und Produkte.
Natürlich möchtest du diese Seiten mit eigenen Inhalten füllen. Dafür fügst du Textblöcke, Fotos (siehe Abschnitt Fotos und Galerien unten), Buttons und andere Widgets ein. Die besseren Website-Builder haben einen Marktplatz mit Erweiterungen von Drittanbietern, zum Beispiel für Formulare, Chats, Reservierungen und Social-Media-Feeds.
Einige Website-Builder wie Strikingly, uKit und Virb erlauben dir nur, Seitenobjekte an bestimmten Stellen zu platzieren, damit deine Website nicht zu überladen wirkt, was hilfreich sein kann, wenn Design nicht deine Stärke ist. Andere Anbieter geben dir mehr Freiheiten, wenn du das bevorzugst, solltest du dir Gator oder Wix ansehen. Vor allem Gator bietet einen guten Mittelweg zwischen Gestaltungsfreiheit und sinnvollen Einschränkungen für die Darstellung auf verschiedenen Geräten. Squarespace lässt ein wenig Spielraum innerhalb eines ansonsten klar strukturierten Rasters. Viele Website-Builder bieten KI-gestützte Tools, bei denen du nur deine Social-Media-Konten und einige persönliche oder geschäftliche Informationen angibst und im Gegenzug eine fertige Website bekommst. Das ADI-Tool (künstliche Design-Intelligenz) von Wix hat sogar einen befreundeten professionellen Designer mit seinen Ergebnissen überzeugt.
Mobiles Website-Design
Responsive Design ist eine verbreitete Webdesign-Strategie, die von vielen Website-Betreibern genutzt wird. Dabei wird derselbe Seiteninhalt so umformatiert, dass er auf unterschiedlichen Bildschirmgrößen gut dargestellt wird. Für die Suchmaschinenoptimierung (SEO) zählt letztlich nur, ob eine Website auf mobilen Displays gut nutzbar ist. Sowohl Bing als auch Google bieten Seiten, auf denen du deine URL eingeben kannst, um zu prüfen, ob deine Seite auf dem Handy akzeptabel angezeigt wird.
Der strikt responsive Ansatz von Simvoly, uKit und Weeby bedeutet, dass du keine gesonderte Kontrolle über die reine Handy-Ansicht hast. Gator, Ucraft und Wix stellen dagegen eine Vorschau der mobilen Website bereit und erlauben dir Anpassungen, die nur für die mobile Darstellung gelten. Du kannst zum Beispiel eine eigene Begrüßungsseite für mobile Besucher/innen einrichten oder ein Element ausblenden, das auf kleinen Bildschirmen nicht gut funktioniert.
Die besten Website-Baukästen für Fotografie
Die vorgestellten Website-Baukästen bieten alle eine gewisse Unterstützung für Fotos und Galerien. Einige, etwa Gator, Squarespace und Wix, stellen Stockfotos zur Verfügung. Andere ermöglichen dir, deine Bilder mit Bearbeitungswerkzeugen wie Zuschneiden, Helligkeitsanpassung und teilweise sogar mit Instagram-ähnlichen Filtern zu optimieren. Auch die Galerie-Optionen unterscheiden sich deutlich. Weebly bietet zum Beispiel eine große Auswahl an Layouts für deine Online-Galerien, während GoDaddy bei den visuellen Möglichkeiten eher eingeschränkt ist.
Wie du mit deiner Website Geld verdienst
Wenn du mit deiner Website Einnahmen erzielen willst, kannst du natürlich auf einen spezialisierten Webshop wie Shopify setzen, aber das ist vielleicht ein Schritt, den du noch nicht gehen möchtest. Die meisten dieser Dienste erlauben es dir, Produkte direkt über deine Website zu verkaufen, teilweise auch nur über einen PayPal-Button, einige bieten diese Funktion jedoch nicht in ihren kostenlosen Tarifen.
Mit den erweiterten Optionen mancher Anbieter kannst du Kreditkartenzahlungen annehmen und eigene Warenkorb- und Kassenseiten einrichten. Die leistungsfähigeren Website-Builder stellen zudem Funktionen für Produktwerbung, E-Mail-Marketing sowie Tools für Lagerbestand und Versand bereit. Bei einigen kannst du digitale Downloads verkaufen, bei anderen nicht, welche das sind, siehst du in der Tabelle oben. Nur ein Teil dieser Website-Builder erlaubt dir, Werbung auf deiner Website zu schalten, die meisten gestatten aber zumindest das Einfügen von benutzerdefiniertem HTML-Code in gewissem Rahmen.
Website-Builder Soziale Netzwerke und Website-Statistiken
Mit allen hier genannten Website-Buildern kannst du Facebook-Like- und Twitter-Follow-Buttons in deine Seiten integrieren, und einige ermöglichen sogar die Anzeige kompletter Social-Media-Feeds. Manche Dienste unterstützen dich beim Erstellen einer Facebook-Seite und bei der Verknüpfung mit dem Design und den Aktualisierungen deiner Website. Viele Produkte bieten eine Art SEO-Tool, oft handelt es sich dabei aber nur um ein Formular, in das du Meta-Tags einträgst. In der Praxis musst du dich meist selbst mit der komplexen Materie SEO beschäftigen. Es ist sehr wichtig, deine Website bei den Suchmaschinen anzumelden und zu verifizieren, außer du möchtest ausdrücklich nicht gefunden werden.
Die meisten der hier vorgestellten Produkte liefern dir Statistiken zu deinen Besuchern, auch wenn der Detailgrad stark variiert und häufig an höherwertige Kontostufen gekoppelt ist. Weebly zeigt zum Beispiel Seitenaufrufe und einzelne Besucher für jeden Tag des Monats an, ebenso die Suchbegriffe, über die Nutzer auf die Website gekommen sind, verweisende Websites und die meistbesuchten Seiten. Wix und uKit bieten dagegen nur wenige oder gar keine integrierten Statistiken und verweisen dich stattdessen auf ein eigenes Google-Analytics-Konto, für dessen Einbindung du wiederum einen kostenpflichtigen Tarif brauchst. Ein weiterer Nachteil dieses Ansatzes ist, dass du nur die Besucherzahlen des Vortags und früherer Tage siehst, nicht in Echtzeit im Minuten- oder Stundenrhythmus.
Was ist mit WordPress-Hosting?
WordPress ist ein großer Name, wenn es um die Erstellung von Websites geht. Du solltest aber wissen, dass die meisten Menschen nicht WordPress.com meinen, wenn sie von WordPress sprechen. In der Regel beziehen sich internetaffine Nutzer mit dem Begriff WordPress auf die kostenlose Open-Source-Blogging-Plattform von WordPress.org. Um sie zu verwenden, brauchst du einen separaten Website-Hosting-Dienst. Die Software von WordPress.org ist als Plattform zur Website-Erstellung so verbreitet, dass viele Webhoster spezielle verwaltete WordPress-Hosting-Pakete anbieten. WordPress.com hingegen ist ein Dienst, der die Software für dich bereitstellt und hostet, sodass du keinen eigenen Hosting-Anbieter suchen musst.
WordPress (egal ob.com oder.org) ist ein blogorientiertes Content-Management-System, das sich mit Plug-ins und Themes erweitern lässt. Tatsächlich nutzt WordPress.com Plug-ins wie JetPack, um viele seiner Funktionen bereitzustellen. Insgesamt ist WordPress (in beiden Varianten) nicht so leicht zu bedienen wie die anderen Optionen in dieser Übersicht, aber wenn dir Bloggen und die spätere Übertragbarkeit deiner Website wichtig sind und du bereit bist, dich ein wenig einzuarbeiten, solltest du die Plattform in Betracht ziehen, insbesondere WordPress.org. Außerdem ist der Umgang mit WordPress eine wertvolle Fähigkeit, denn Schätzungen zufolge laufen 40% des Internets mit WordPress.
Beachte, dass wir WordPress.com als Website-Builder getestet und eingesetzt haben, seine Bewertung von drei Sternen reicht jedoch nicht ganz für die Aufnahme in diese Zusammenstellung. Ziehe stattdessen einen WordPress-fokussierten Website-Builder wie Bluehost in Betracht.
Wie man zu einem anderen Website-Builder wechselt
Ein Nachteil der meisten dieser Dienste ist, dass du beim späteren Wechsel zu einem anderen Webhoster oft Pech hast, weil sie eigenen Code zur Darstellung deiner Website verwenden. Nur bei wenigen Anbietern kannst du deine Website problemlos zu einem anderen Webhosting-Dienst mitnehmen. Das vollständigste Beispiel ist Weebly, dort kannst du die Standardordner des Webservers herunterladen. Squarespace bietet eine gewisse Übertragbarkeit, indem du deine Website im Standard-WordPress-Format exportieren kannst. Wie du dir denken kannst, gilt das auch für WordPress.com.
Website Builder Support-Optionen
Der Support unterscheidet sich bei den einzelnen Diensten deutlich, vom kostenlosen WordPress.com-Konto mit reinem Community-Support über den ausschließlich per E-Mail erreichbaren Service von Jimdo bis hin zum telefonischen Rückrufservice von Wix, sogar für Gratis-Konten. Viele Site Builder stellen umfangreiche Online-Wissensdatenbanken und FAQs bereit, sodass du den Support oft gar nicht direkt kontaktieren musst.
Die besten Website-Baukästen für kleine Unternehmen
Wie du siehst, gibt es bei der Wahl eines einfachen Website-Baukastens eine ganze Reihe von Punkten zu berücksichtigen. Und du hast eine große Auswahl an Anbietern, es gibt mindestens 20 weitere Dienste zusätzlich zu den hier aufgeführten. Es vergeht kaum eine Woche, in der wir nicht ein neues Angebot von einem Anbieter sehen, von dem wir bisher noch nichts gehört haben. Wir haben viele davon ausprobiert, aber sie haben es nicht in die Liste geschafft, entweder wegen altbackener Designs, fehlender Funktionen für die Website-Erstellung oder mangelnder Benutzerfreundlichkeit.

















