Wird KI den Menschen in der Cybersicherheit ersetzen?

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Dallas, TX-basiertes Cloud-Cybersicherheitsunternehmen Trend Micro hat vor Kurzem neue Untersuchungen vorgelegt, die zeigen, dass über zwei Fünftel, also 41% der IT-Führungskräfte, davon ausgehen, dass KI ihre zukünftige Rolle bis 2030 ersetzen wird.

Forschungsergebnisse

Die Ergebnisse stammen aus verschiedenen Interviews mit 500 führenden IT-Direktoren, CIOs, CTOs und Managern, was für ihre langfristigen Karriereperspektiven nicht besonders positiv wirkt.

Vertrauen in die Arbeitsplatzsicherheit

Nur rund 9% der Befragten waren sehr sicher, dass KI ihren Job in den nächsten zehn Jahren auf keinen Fall ersetzen wird. Fast ein Drittel, also 32%, gab sogar an, dass sie glauben, die Technologie werde Cybersicherheitsbedrohungen letztlich vollständig automatisieren, mit nur minimalem menschlichem Eingriff.

Auswirkungen auf die Cybersicherheitslandschaft

Fast jeder Fünfte, konkret 19% der Befragten, geht davon aus, dass Hacker und Angreifer bis 2025 KI einsetzen werden, um ihr Arsenal zu erweitern und dass dadurch alles komplexer oder stärker automatisiert wird.

Zukunft des Datenzugriffs

Etwa ein Viertel (24%) der IT-Führungskräfte erklärte außerdem, dass bis 2030 der Datenzugriff an biometrische Merkmale oder DNA-Daten gekoppelt sein wird, was den Zugriff nahezu unmöglich macht.

Kurzfristige Vorhersagen

Für den kürzeren Zeitraum sagten die Befragten auch Entwicklungen voraus, die bis 2025 eintreten sollen. Sie erwarten, dass die meisten Organisationen und Unternehmen deutlich weniger in Immobilien investieren werden, da Remote-Arbeit zur neuen Normalität wird (22%).

In der Zwischenzeit sollen das landesweite 5G-Netzwerk und die Sicherheitsinfrastruktur transformiert sein (21%), und die Cybersicherheit wird sich weitgehend selbst verwalten und automatisieren, unterstützt durch KI (15%).

Herausforderungen und Empfehlungen

Allerdings werden Hacker, die KI nutzen, um ihr Arsenal zu verbessern, in naher Zukunft das eigentliche Problem darstellen (19%).

Der Technische Direktor von Trend Micro, Bharat Mistry, sagte: „Wir müssen realistisch in die Zukunft schauen. Während KI ein nützliches Werkzeug ist, um uns gegen Bedrohungen zu verteidigen, kann ihr Wert nur in Kombination mit menschlicher Expertise genutzt werden.“

Cyberkriminelle und Hacker werden weiterhin dorthin gehen, wo Geld und Daten sind, und bei ihren Cyberangriffen nach den größten finanziellen Erträgen suchen. Multinationale Unternehmen und Cybersicherheitsteams müssen wachsam bleiben, um den Angriffen der Kriminellen immer einen Schritt voraus zu sein.

Sicherheitsempfehlungen

Gemäß den Empfehlungen von Trend Micro sollten Unternehmen ihre Anstrengungen bei bewährten Sicherheitspraktiken und Patch-Management-Programmen intensivieren und die Bedrohungserkennung mit rund um die Uhr verfügbarem Cybersicherheitswissen stärken, um Cloud-Server, Arbeitslasten, E-Mails, Netzwerke und Endpunkte zu schützen.

Es wird außerdem empfohlen, Kundenaufklärung und -schulung durchzuführen, um die Maßnahmen der Unternehmenssicherheit mit guten Sicherheitsgewohnheiten zu Hause zu ergänzen, einschließlich Hinweisen, persönliche Geräte nicht zu verwenden, und gleichzeitig strenge Zugriffskontrollen auf alle Unternehmensnetzwerke und Heimnetzwerke einschließlich Nullvertrauen aufrechtzuerhalten.

Anpassung an Veränderungen

Auch wenn Technologieführer davon ausgehen, dass KI-Automatisierung viele menschliche Rollen innerhalb eines Jahrzehnts überflüssig machen wird, sollten sie sich vorerst keine allzu großen Sorgen machen, dass Arbeitsplätze vollständig verschwinden.

Die IT wird sich anpassen, um neue Arbeitsweisen zu ermöglichen, und Unternehmen werden sich weiterentwickeln, um Automatisierung gezielt zu nutzen, um die durch den Fachkräftemangel entstehenden Herausforderungen zu bewältigen.

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